MainnetBlock …letzter Block …prüfe Kette…Was heißt das?

KI-Agenten und MCP

Den Doichain-MCP-Server in Claude, ChatGPT, Cursor oder VS Code einbinden, die 13 Werkzeuge und ihre Grenzen.

Stand 2. Oktober 2026 2 Quellen

Das Model Context Protocol (MCP) ist der offene Standard, über den KI-Anwendungen externe Werkzeuge einbinden. Der Doichain-MCP-Server macht die Doichain für Agenten nutzbar: Einmal eingetragen, entscheidet der Agent selbst, wann er welches Werkzeug braucht. Man sagt ihm einfach „Läuft d/beispiel bald ab?“ oder „Prüfe, ob dieser Hash verankert ist“.

Adresse: https://doi-api.sendlabs.de/mcp (Streamable HTTP, keine Anmeldung). Im Browser zeigt dieselbe Adresse eine Landingpage mit Anleitung.

Einbinden

Programm So geht es
Claude Code claude mcp add --scope user --transport http doichain https://doi-api.sendlabs.de/mcp
Claude (Web und Desktop) Einstellungen, Konnektoren, benutzerdefinierten Konnektor hinzufügen, Name „Doichain“, URL eintragen
ChatGPT Entwicklermodus einschalten, dann eine App mit der Adresse anlegen, Authentifizierung „Keine“
Cursor in ~/.cursor/mcp.json: {"mcpServers": {"doichain": {"url": "https://doi-api.sendlabs.de/mcp"}}}
VS Code in .vscode/mcp.json: {"servers": {"doichain": {"type": "http", "url": "https://doi-api.sendlabs.de/mcp"}}}

Die 13 Werkzeuge

Werkzeug Wofür
anchor_proof Hash eines Dokuments verankern (das einzige schreibende Werkzeug)
check_proof ist ein Hash verankert, seit wann und in welchem Block
hash_text SHA-256 eines kurzen Textes berechnen, ohne ihn zu speichern
get_anchoring_quota verbleibende Nachweise des Tages
lookup_name aktuellen Wert und Inhaber eines Namens lesen
get_name_history alle früheren Werte eines Namens
search_names Namen nach Präfix suchen, auf Wunsch inklusive abgelaufener
check_name_expiry bis zu 25 Namen auf Ablauf prüfen, mit geschätztem Datum
get_chain_status Zustand der Kette und Fork-Prüfung
get_block einen Block lesen
get_transaction eine Transaktion mit dekodierten Namensoperationen
get_address Guthaben einer Adresse
verify_message signierte Nachricht prüfen

Grenzen und Sicherheit

  • Der Server kann keine Coins senden und keine Namen ändern. Er ruft ausschließlich die öffentliche REST-API auf und hat keinen Zugriff auf Wallet oder RPC.
  • Verankern teilt sich das Kontingent mit Verifile: 10 Nachweise je IP-Adresse und Tag, 200 insgesamt. Gehostete Chat-Apps verbinden sich aus den Rechenzentren ihrer Anbieter, deren Nutzer teilen sich also ein Kontingent. Für regelmäßiges Verankern eignen sich lokal laufende Agenten oder ein eigener Schlüssel.
  • Inhalte, die Fremde in die Kette geschrieben haben, kennzeichnet der Server als nicht vertrauenswürdig (_untrusted). So behandelt ein Agent sie als Daten und nicht als Anweisung. Das schützt vor Prompt-Injection über die Blockchain.
  • Dateien niemals vollständig an den Server schicken. Der Agent berechnet den Hash lokal oder nutzt Verifile.

Selbst betreiben

Der Server ist quelloffen (MIT) und im offiziellen MCP-Verzeichnis als io.github.neubuot/doichain eingetragen. Wer ihn vor einer eigenen API betreiben möchte, findet Anleitung, Werkzeugreferenz und Tests im Repository.

Geplant: Agenten bezahlen selbst

Mit dem Bezahlprotokoll x402 sollen Agenten Nachweise ohne Kontingent selbst bezahlen können, abgerechnet in USDC. Den Stand zeigt die Roadmap.

Quellen

  • Doichain-API Handbuch, Abschnitt 12
  • github.com/neubuot/doichain-mcp

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