Bunker-Modus? Warum DoiProof und BlockPro sicher bleiben
Justin Drake warnt, KI könnte ECDSA vor Quantencomputern knacken. Für DoiProof und BlockPro ändert das nichts, denn ihre Nachweise beruhen auf Hashfunktionen und Proof of Work.
Am 7. Oktober 2026 hat der Ethereum-Forscher Justin Drake die Blockchain-Branche aufgefordert, in Ruhe einen „Bunker-Modus“ zu planen. Seine These: Künstliche Intelligenz könnte das Signaturverfahren ECDSA knacken, bevor Quantencomputer es tun. Die Schlagzeilen überschlugen sich, einzelne Anleger verkauften alles.
Für DoiProof und BlockPro ändert sich dadurch nichts. Der Grund ist technisch und lässt sich in einem Satz sagen: Unsere Nachweise beruhen auf Hashfunktionen und Proof of Work, nicht auf elliptischen Kurven.
Was Drake gesagt hat
Drake verweist auf eine Serie von KI-Erfolgen in der Mathematik, darunter 722 Resultate, die OpenAI kurz zuvor veröffentlicht hat. Elliptische Kurven hätten viel mathematische Struktur, in der eine KI Abkürzungen finden könnte. Im ungünstigsten Fall hält er einen Bruch „in Monaten, nicht Jahren“ für denkbar.
Seine Empfehlung: größere Bestände geordnet auf frische Adressen umziehen, deren öffentlicher Schlüssel noch nie sichtbar war. Dort liegt er hinter einem Hash verborgen.
Ethereum-Gründer Vitalik Buterin nimmt das Risiko ernst, rät aber ausdrücklich davon ab, jetzt hektisch Guthaben zu verschieben. Er habe durch verpfuschte Migrationen mehr Geld verloren als durch alle Hacks zusammen.
Ein Sturm im Wasserglas
Bislang hat niemand einen praktischen Angriff auf die elliptischen Kurven von Bitcoin oder Ethereum gezeigt. Das zugrunde liegende Problem wird seit fast 40 Jahren von den besten Kryptografen der Welt untersucht. Der beste bekannte Angriff auf die Bitcoin-Kurve secp256k1 braucht immer noch rund 2 hoch 128 Rechenschritte.
Eine gelöste Vermutung aus der Zahlentheorie ist etwas anderes als ein neuer Algorithmus, der eine ganze Klasse von Verfahren aushebelt. Drakes Zeitangabe ist ein Worst Case, keine Prognose. Er selbst mahnt zur Ruhe und betont, dass weder neue Kryptografie noch neue Wallets nötig sind.
Ernst zu nehmen ist der Hinweis trotzdem: Mathematische Abkürzungen haben Kryptoverfahren schon früher geschwächt. Wer langfristig baut, sollte wissen, auf welchem Baustein seine Sicherheit ruht.
Warum DoiProof und BlockPro sicher bleiben
Beide setzen genau auf den Baustein, den Drake selbst für robust hält. In seiner Warnung nennt er Hashverfahren der SHA-Familie ausdrücklich als plausibel sicher, auch gegen KI. Ihnen fehlt die algebraische Struktur, in der eine KI nach Abkürzungen suchen könnte.
DoiProof berechnet aus einem Foto einen Hashwert und verankert ihn auf der Doichain. BlockPro tut dasselbe mit Betriebsdaten von Geräten und Nachweisen zur Herkunft erneuerbarer Energie. Auf der Kette steht nur dieser digitale Fingerabdruck, nie die Daten selbst.
Der Nachweis hat zwei Teile: Der Hash zeigt, dass die Daten unverändert sind. Der Block zeigt, wann sie existierten. Den Block schützt Proof of Work auf Basis von SHA-256, im Merged Mining gemeinsam mit Bitcoin. Keiner dieser beiden Teile hängt an ECDSA.
Fiele ECDSA morgen, blieben alle bestehenden Nachweise gültig. Niemand könnte einen verankerten Hash nachträglich ändern oder einen Block zurückdatieren.
Wo die Grenze liegt
Zur Ehrlichkeit gehört: Auch die Doichain nutzt für Wallets und Transaktionen dieselbe Kurve wie Bitcoin. Ein Bruch würde Guthaben auf Adressen mit offengelegtem Schlüssel gefährden. Neue Einträge ließen sich dann nicht mehr zweifelsfrei einem Absender zuordnen.
Die Echtheit der Daten und ihr Zeitpunkt wären davon nicht berührt. Sinnvoll ist deshalb, was Drake allen empfiehlt: Bestände auf Adressen halten, die noch nie signiert haben, und Wallets für die Verankerung nur mit dem Nötigsten ausstatten.
Fazit
Drakes Warnung ist ein Weckruf für Wallets, kein Grund zur Panik. Für Echtheitsnachweise bestätigt sie, worauf DoiProof und BlockPro von Anfang an gesetzt haben: Ein Hash auf einer Proof-of-Work-Kette ist der robusteste Nachweis, den es heute gibt.